3PL und B2B / Raum Wrocław

3PL-Lagerlogistik: Paletten, Kartons, Stücke, ein Bestand.

Paletten, Kartons und B2B-Aufträge nahe Wrocław (Breslau), auch für den Handel. Sie planen wieder Absatz statt Paletten.

Blick nach oben auf hohe Regale mit Paletten voller foliierter Kartons, unter der Decke verläuft eine Lichtreihe.

Das eigentliche Problem

Zwischen Paket-Fulfillment und großer Kontraktlogistik.

Paket-Fulfillment ist meist auf Einzelstücke ausgelegt, große Kontraktlager auf hohe Mengen und lange Laufzeiten. Hersteller und Händler dazwischen brauchen oft alles zugleich: ganze Paletten aus dem Werk, Kartonaufträge an den Großhandel und ab und zu eine Handelslieferung mit einem ausführlichen Routing Guide (den Anliefervorgaben des Händlers).

Was sie brauchen, ist eine Bestandsführung für alle drei Einheiten und ein Lager, das die Vorgaben liest, bevor der Auftrag kommt, und nicht erst, wenn der Abzug auf Ihrer Rechnung steht.

Blick von oben in einen Lagergang: Ein Mann geht an einem Hubwagen mit Kartons vorbei, zwei weitere sprechen neben dem Regal.

Einheiten

Palette, Karton, Stück: was sich im Lager ändert.

Eine SKU kann in allen drei Formen vorkommen. Die Umrechnung gehört in die Stammdaten, sonst wird aus einer Palette schnell eine Streitfrage.

Beispiel
Scan1 Palette = 27 Kartons = 162 StückMischpalette als eine SKU gemeldet: die Menge geht nicht auf1 Karton = 6 StückGleicher Barcode wie das Stück: der Scan zählt den Karton als 1 Stück1 Stück = 1 StückLose Stücke ohne Regel: niemand kann sie auf einen Blick zählen

Umrechnung im Artikelstamm. Beispielzahlen, passend zur Zeichnung.

Einheit wählen

Palette

  1. WareneingangPalettenzahl gegen den Frachtbrief, Plomben und sichtbare Schäden, möglichst vor Abfahrt des Fahrers.
  2. LagerungReservebestand auf einem Lagerplatz, der zu Palettentyp, Ladehöhe und Gewicht passt.
  3. KommissionierungGanze Palette an Groß- oder Einzelhandel, aufgebaut und gewickelt nach Routing Guide.
Einsatz und typische Fehler
Typischer Einsatz
Reservebestand, Anlieferung aus dem Werk, ganze Paletten an Groß- oder Einzelhandel.
Was wir vorab wissen müssen
Palettentyp, Ladehöhe und Gewicht, stapelbar oder nicht, Stück je Palette.
Wo es schiefgeht
Eine Mischpalette, die als eine SKU gemeldet wurde. Überstand, der die Ladung instabil oder für den Lagerplatz ungeeignet macht.

Karton

  1. WareneingangKartons gegen das Avis geprüft, nach eigenem Barcode und aufgedruckter Stückzahl.
  2. LagerungAuf dem Lagerplatz, die Stückzahl je Karton steht im Artikelstamm.
  3. KommissionierungVolle Umkartons, die Menge gegen das Vielfache des Kartons geprüft.
Einsatz und typische Fehler
Typischer Einsatz
Nachschub für Groß- und Einzelhandel in vollen Umkartons.
Was wir vorab wissen müssen
Stück je Karton, Maße und Gewicht, ein Karton-Barcode, der sich vom Stück-Barcode unterscheidet.
Wo es schiefgeht
Karton und Stück teilen einen Barcode, also zählt der Scan einen Karton als ein Stück.

Stück

  1. WareneingangDie genaueste Zählung gegen das Avis. Je genauer, desto teurer, und im Angebot steht, welche Tiefe zugrunde liegt.
  2. LagerungAngebrochene Kartons nach der vereinbarten Regel markiert, damit sie sich ohne Raten zählen lassen.
  3. KommissionierungKleine B2B-Aufträge, Muster und Endkundenaufträge, nach Stück-Barcode. Lose Stücke nur, wo der Empfänger sie annimmt.
Einsatz und typische Fehler
Typischer Einsatz
Kleine B2B-Aufträge, Muster, Endkundenaufträge aus demselben Bestand.
Was wir vorab wissen müssen
Stück-Barcode und ob angebrochene Kartons wieder verschlossen werden dürfen und wie sie markiert werden.
Wo es schiefgeht
Wahllos geöffnete Kartons und lose Stücke, die niemand auf einen Blick zählen kann.

Wareneingang

Von der Avisierung zum verfügbaren Bestand.

Bestandsfehler beginnen oft am Tag der Anlieferung. Darum legen wir mit Ihnen zuerst die Wareneingangsregeln fest.

  1. 01

    Avisierung

    Sie senden das Lieferavis (ASN): SKUs, Mengen, Anzahl Paletten und Kartons, Chargen, erwartete Ankunft und Art der Verladung.

  2. 02

    Prüfung bei Ankunft

    Palettenzahl gegen den Frachtbrief, Plomben und sichtbare Schäden. Schäden werden auf dem Dokument vermerkt und möglichst vor Abfahrt des Fahrers fotografiert.

  3. 03

    Zählung

    Ware wird gegen das Avis in der vereinbarten Tiefe geprüft: Palette, Karton oder Stück. Je genauer, desto teurer, und im Angebot steht, welche Tiefe zugrunde liegt.

  4. 04

    Abweichungen

    Über- und Fehlmengen, falsche SKUs und ungekennzeichnete Stücke werden gesperrt und gemeldet. Sie entscheiden: annehmen, neu kennzeichnen oder zurücksenden.

  5. 05

    Einlagerung

    Angenommene Ware bekommt einen Lagerplatz. Erst dann gilt sie als verfügbar.

Beispielprozess. Unavisierte Lieferungen lehnen wir nicht grundsätzlich ab, sie warten aber hinter avisierten und bleiben bis zur Identifizierung außerhalb des verfügbaren Bestands.

Handel und Großhandel

Ein Handelsauftrag, vom Routing Guide bis zum Versandnachweis.

Der Handel schreibt Routing Guides, weil sein Wareneingang davon lebt. Ein falsches Label kann zur Annahmeverweigerung oder zu einem Abzug auf Ihrer Rechnung führen, darum lesen wir die Vorgaben zuerst.

  1. 01

    Vorgaben geprüft

    Sie senden den Routing Guide. Wir prüfen Labelvorgaben, Palettentyp und Höhe, SKU-Mischung je Palette, Zeitfensterbuchung und Dokumente und sagen schriftlich, was wir leisten können, was eingerichtet werden muss und was unklar ist.

    Vorlage: Sie. Prüfung: ShipRevo

  2. 02

    Auftrag geprüft

    Bestellnummer, Lieferstelle, Lieferfenster und Mengen gegen Kartoneinheiten. Widersprüche zum Routing Guide gehen vor der Kommissionierung an Sie zurück.

    ShipRevo

  3. 03

    Nach Einheit kommissioniert

    Zuerst ganze Paletten und Kartons, lose Stücke nur, wo der Abnehmer sie akzeptiert. Vereinbarte Regeln zu Charge und MHD gelten beim Pick.

    ShipRevo

  4. 04

    Palette aufgebaut

    SKU-Mischung, Lagen, Höhe und Folierung folgen den Vorgaben. Wo vereinbart, wird die fertige Palette fotografiert.

    ShipRevo

  5. 05

    Etikettiert

    Karton- und Palettenlabels nach Spezifikation. Verlangt der Guide ein GS1-Transportetikett mit NVE/SSCC, klären wir vorab die Daten, wer die Nummern vergibt und wer druckt, und testen den Druck vor dem ersten echten Auftrag.

    Daten: Sie. Druck: wie vereinbart

  6. 06

    Gebucht und versendet

    Die Ware fährt mit einem für die Lieferung ausgewählten Versanddienstleister oder Ihrem Spediteur. Wer das Zeitfenster bucht, steht vorab fest. Frachtpapiere und Übergabe werden zum Auftrag abgelegt.

    Je Abnehmer vereinbart

Umfang

Was zur 3PL-Lagerlogistik gehört und für wen sie passt.

Sie passt zu Herstellern, Importeuren und Händlern, die Reservebestand und Großhandelskommissionierung auf einem Konto wollen, auch neben E-Commerce-Fulfillment oder dem Verkauf nach Deutschland. Sie passt nicht, wenn Sie ein Zolllager, Komplettladungen für ein eigenes Kontraktlager oder mehrere Lager brauchen: Wir betreiben einen Standort in Polen.

Enthalten

  • Wareneingang gegen Avis, mit Meldung von Abweichungen und Schäden
  • Paletten- und Kartonlagerung auf zugewiesenen Plätzen, Kundenbestände getrennt
  • Kommissionierung von Paletten, Kartons und Stücken
  • Palettenaufbau, Folierung und Handelsetikettierung nach Routing Guide, im vereinbarten Umfang
  • Chargen- und MHD-Führung im vereinbarten Umfang
  • Zyklische Bestandszählungen (Cycle Counting) und vereinbarte Bestandsberichte

Nicht enthalten

  • Eine eigene Flotte. Transport läuft über passend ausgewählte Versanddienstleister oder Ihren Spediteur
  • Standardmäßige Zollabwicklung
  • Cross-Docking ohne gesonderte Prüfung
  • Gefahrgut, Arzneimittel und gekühlte Lebensmittel. Lithiumbatterien und andere eingeschränkte Waren prüfen wir einzeln
  • Verhandlungen mit Ihren Handelspartnern oder die Bearbeitung ihrer Beanstandungen in Ihrem Namen
  • Ausstattung oder Abläufe, die erst eingerichtet werden müssten, sofern das Angebot sie nicht nennt

FAQ

Was 3PL-Lagerlogistik kostet und was Supply-Chain-Teams fragen.

Wie bleibt die Bestandszahl verlässlich?

Ihre Ware wird ab dem Wareneingang als Ihre geführt, Zählungen und Korrekturen werden also auf Ihren Bestand gebucht. Drei Gewohnheiten halten die Zahl verlässlich. Zyklische Zählungen nach Plan: Schnelldreher und Problemplätze zählen wir häufiger als die langsam drehende Palette im Reservebestand. Häufigkeit und Umfang stehen in der Anweisung, und das Angebot sagt, wie Zählungen abgerechnet werden. Erst nachsehen, dann korrigieren: Zuerst prüfen wir offene Picks, neue Wareneingänge und benachbarte Plätze. Viele Differenzen sind am Ende ein verstellter Karton und kein verlorener. Korrekturen mit Grund und Namen: Korrekturen werden mit Datum, Bearbeiter und Ursache dokumentiert. Über einer mit Ihnen vereinbarten Grenze warten sie auf Ihre Freigabe.

Was kostet 3PL-Lagerlogistik?

Lagerung, Wareneingang und Warenausgang sind getrennte Positionen. Unter wofür 3PL-Dienstleister abrechnen erklären wir, wie sich Angebote vergleichbar machen lassen. Wareneingang (je Palette, Karton oder Stunde): Qualität des Avis, Prüftiefe, handentladene Container. Lagerung (je Palette oder Lagerplatz im vereinbarten Zeitraum): Palettentyp, Höhe, Stapelbarkeit. Kommissionierung (je Palette, Karton, Stück und Auftragsposition): Einheit, Chargenregeln, Positionen je Auftrag. Palettenaufbau und Material (je Palette): SKU-Mischung, Wickelfolie, gestellte Paletten. Handelsetiketten (je Etikett oder Karton): Spezifikation, Datenquelle, Testdrucke. Transport (je Sendung oder Palette): Ziel, Service, Zeitfensterbuchung. Ungeplante Zählungen und Zusatzarbeiten (je Stunde oder Auftrag): In der Anweisung geregelt oder vorab von Ihnen freigegeben. Die Sätze erhalten Sie mit dem Angebot. Die Einrichtung eines neuen Routing Guides ist eine eigene Position.

Wie sieht eine gute Lieferung aus?

Geben Sie das an Ihr Werk oder Ihren Lieferanten weiter. Kann Ihre Lieferkette einen Teil davon nicht leisten, sagen Sie es uns: Umetikettieren und Umpalettieren lassen sich als Zusatzarbeit einplanen. Das ist besser, als sie erst an der Rampe zu entdecken. Lieferavis (ASN): Lieferant, Referenz und erwartete Ankunft; SKU, Menge und Anzahl Paletten und Kartons; Charge und MHD, wo relevant; Fahrzeugtyp sowie Container zur Handentladung, die separat geplant und kalkuliert werden. Palettierung: Stabile, gewickelte Ladung, die ein Hubwagen bewegen kann; Kein Überstand über den Palettenrand; Palettentyp und Ladehöhe wie bei der Einrichtung vereinbart; Möglichst eine SKU je Palette. Mischpaletten sind gekennzeichnet und aufgelistet. Kartonkennzeichnung: SKU und lesbarer Barcode auf einer außen sichtbaren Seite; Stückzahl je Karton aufgedruckt; Charge und MHD lesbar, ohne den Karton zu öffnen; Alte Barcodes überklebt, damit ein Karton nicht unter zwei Nummern gescannt wird.

Führen Sie Chargen und Mindesthaltbarkeit?

Trägt ein Produkt eine Chargennummer oder ein Mindesthaltbarkeitsdatum, erfasst der Wareneingang das im vereinbarten Umfang als Daten und nicht als Notiz auf der Palette. Die Kommissionierung folgt dann Ihrer Regel, meist FEFO (first expired, first out), dazu eine Mindestrestlaufzeit, falls Ihre Abnehmer sie verlangen. Ware unterhalb Ihrer Grenze wird dann gesperrt, damit sie nicht in die normale Kommissionierung gerät. Müssen Sie eine Charge nachverfolgen oder zurückrufen, zeigt die vereinbarte Dokumentation, in welchen Aufträgen sie das Lager verlassen hat. Ob ein Produkt mit MHD und die nötige Chargenführung zu unserem Umfang passen, klären wir vor dem Angebot. Rückrufentscheidungen und Behördenkontakt bleiben bei Ihnen.

Was, wenn der Handel eine Lieferung beanstandet?

Beanstandet der Handel eine Lieferung, stellen wir Kommissionier-, Label- und Palettendaten bereit, damit Sie sie mit uns prüfen können. Elektronischen Datenaustausch mit dem Handel bewerten wir im Einzelfall.

Arbeiten Sie nach dem Routing Guide unseres Handelspartners?

Schicken Sie ihn uns. Wir prüfen ihn vor dem Angebot und sagen, was wir sofort erfüllen können, was eingerichtet werden muss und was wir nicht übernehmen. Die Antwort bekommen Sie schriftlich.

Welche Palettentypen und Höhen nehmen Sie an?

Das bestätigen wir für Ihre Ware und die verfügbaren Lagerplätze, deshalb gibt es hier keine Tabelle. Nennen Sie in der Anfrage Palettentyp, Ladehöhe und Gewicht.

Gibt es eine Mindestmenge an Paletten?

Das hängt von Aufwand und Umfang ab. Nennen Sie Ihre ungefähren Mengen im Anfrageformular, und Sie bekommen eine klare Antwort.

Übernehmen Sie auch Konfektionierung oder Umetikettierung?

Ja, nach schriftlicher Arbeitsanweisung. Unter Mehrwertdienste steht, wie Sets entstehen und wie sie Ihren Bestand verändern.

Nächster Schritt

Schicken Sie uns den Routing Guide, wenn Sie einen haben.

Dazu Ihre ungefähren Paletten- und Kartonmengen, die Produkte und wie Aufträge bei Ihnen eingehen. Eine Anfrage verpflichtet Sie zu nichts, und die Prüfung zeigt, was eine Handelslieferung wirklich bedeutet.